Günter Grass Gedicht rüttelt wach und warnt mit literarisch erhobenem Zeigefinger

Das israelische Regime Die israelische Regierung holt heute zum vorerst stärksten Schlag gegen seine Nemesis, Günter Grass, aus und verhängt gegen ihn ein Einreiseverbot. Damit erreicht die Kampagne gegen den Autor und Literaturnobelpreisträger Günter Grass einen neuen, beschämenden Höhepunkt. Auslöser für die beispiellose Hetze gegen diesen Mann ist ein von ihm verfasstes Gedicht, welches gleichsam als der literarisch erhobene, mahnende Zeigefinger verstanden werden kann.

Presonus Studio One 2 – Neuzugang im Heimstudio

Nachdem ich mein Cubase 5 wegen der unmusikalischen und zu komplexen Workflows verkauft, mein Propellerhead Reason auf Version 6 und mein Ableton Live 8 auf Ableton Suite 8 upgegradet habe, stellte ich verblüfft fest, dass Propellerhead Reason und Ableton Live zwar ihre absolute Daseinsberechtigung haben und beide Werkzeuge auf ihre Art genial sind – Reason zum Tüfteln und Strippen ziehen, Live für Performances, Remixe, Mashups und Skizzen – dass ich für das Arrangieren meiner Ideen, Sequenzen und Tracks eine einfach zu bedienende DAW-Software vermisste.

Bei Propellerhead Reason klingt mittlerweile zwar alles wunderbar – nur halte ich die Idee, ein klassisches Studiopult mit seiner Komplexität in einer Software abzubilden, vom Usability-Ansatz her für einen Fehlgriff und der Sequenzer in Reason ist mir mittlerweile zu unhandlich und zu komplex geworden. Dazu kommt der Nachteil, dass Reason nicht mit Effekten und Instrumenten anderer Hersteller will und kann. Ableton ist dagegen entweder erfrischend einfach bei der Erstellung von Remixen, Mashups, Live-Performances und Skizzen, hat in der Suite ein paar interessante Klanggeber und im Zusammenspiel mit Max for Live wirklich einzigartige Eingriffsmöglichkeiten – nur leider ist der Sequenzer ein schlechter Witz und die Software nicht in der Lage die Vorteile einer 64 Bit-Umgebung zu nutzen. Dazu kommen die doch etwas begrenzten Grundkonfigurationsmöglichkeiten und fehlende VST3-Unterstützung.

Smartphone Tests mit falschem Fokus

Liest man sich aktuelle und auch ältere Smartphone-Tests der einschlägigen Publikationen durch, dann fast man sich als medienkompetenter und technikbegeisterter Nutzer oftmals vor den Kopf. Da werden auf Google Android aufgestülpte Benutzeroberflächen wie MotoBlur, TouchWiz, Sense & Co. bewertet und gelobt, die Facebook- und Twitterintegration gelobt und die eingebaute Kamera an dedizierten Kameras gemessen. Sprech- und Standbyzeiten im einstelligen Bereich gelten oftmals schon als gut und Preise jenseits der 300 EUR ohne Vertrag als “normal”, ja teilweise sogar Budget. Gottlob testen einige Publikationen wenigstens noch die Sprachqualität.

Offener Brief an Karel de Gucht zum Thema ACTA

Sehr geehrter Herr de Gucht,

sicher ist es ein legitimes Interesse, einen Schutz vor Plagiaten und unrechtmäßiger Vervielfältigung zu verlangen. Und ich vertrete die Meinung, dass vorhandene Gesetze, die teilweise mehrere Jahrzehnte alt sind, regelmäßig geprüft und ggf. Angepasst werden müssen. Allerdings teile ich weder den Standpunkt Ihrer Kommission, noch den Ihren und lehne die seit 2006 im Rahmen von ACTA entwickelten Vorhaben strikt ab.

Einerseits, weil sie meiner Meinung nach Grund- und Menschenrechte zum Nachteil der Mehrheit der Bürger tangieren. Andererseits weil sie prinzipbedingt massiv in die Freiheit von Wort, Bild und Schrift eingreifen, die Nutzung des Internets in unzumutbarer Weise behindern und Content- wie Zugangsprovider zu Gehilfen und Vollstreckern eines totalitären Urheberrechtsfaschismus degradieren.

Im Schlepptau von ACTA wird in Umsetzung – bedingt durch Vorhaben und Maßnahmen – massiv und in unverhältnismäßiger Weise selbst in private´, persönliche und vertrauliche Nutzung des Internets eingegriffen und damit jede vorhandene Integrität und Vertrauenswürdigkeit von Online-Angeboten unterminiert. Gleichsam muss jeder Internetnutzer davon ausgehen, dass jede seiner Aktionen minutiös und detailliert überwacht und analysiert wird. Ein Zustand vergleichbar mit dem Bestreben in jeder Privatwohnung, in jedem Zimmer Kameras und Mikrofone zu installieren – ganz unabhängig davon, ob ein begründeter, konkreter Verdacht einer strafbaren Handlung besteht.

Zudem findet auf diese Weise eine Umkehr der Beweislast statt: Weil die Nutzung von Internetzugängen gewöhnlich nicht einer einzigen Person zugeordnet werden kann, gilt nicht mehr die Unschuldsvermutung zu Gunsten des Beschuldigten, sondern die Schuldvermutung: Beschuldigte müssen nachweisen, dass sie keine strafbare Handlung begangen haben.

Aus Ihrem Umfeld getätigte Äußerungen in Richtung jener, die gegen ACTA demonstrieren, finde ich schamlos und unangemessen. Denn wer konspirativ an Gesetzen arbeitet, die nicht nur nahezu jeden Internetnutzer betreffen sondern einen massiven Eingriff in und einen Angriff auf eine liberale, multinationale und multikulturelle Infrastruktur wie das Internet plant und hintertreibt, der darf sich nicht über Widerstand jener wundern, die anhand der durchgesickerten und geleakten Informationen beurteilen, was da passiert.

Im Gegenteil halte ich es für legitime Selbstverteidigung Widerstand gegen solche Vorhaben zu leisten, wenn keine andere Gegenwehr – beispielsweise auf juristischer Ebene – mehr möglich ist und ein von den Völkern der Europäischen Union nicht demokratisch legitimiertes Parlament, eine von den Völkern in Europa nicht demokratisch legitimierte Kommission ein nicht demokratisch legitimiertes und konspirativ erarbeitetes Vorhaben mit weitreichenden Eingriffen in Privatsphäre und Meinungsfreiheit jede Einsicht verweigert und die immer massiver werdenden Proteste ignoriert.

Ich heiße es nicht gut, wenn Sachschäden entstehen und lehne jede Handlung ab, die Leib und Leben Dritter gefährdet. Dennoch verstehe und respektiere ich es, wenn einzelne Personen vor dem Hintergrund so geballter Arroganz, Ignoranz und Demokratieverachtung keinen anderen Weg mehr für sich sehen, als ihrerseits in die Offensive zu gehen und im Kleinen zu demonstrieren, was im Großen noch zu erwarten ist, sollte dieses widerwärtige Spiel weiter getrieben werden. Sie und Ihre Kollegen waren es und werden es sein, die Feuer an diese Lunte gelegt haben.

Gleichwohl heiße ich nicht gut, was dort passiert, da es noch friedliche und legale Möglichkeiten gibt, gegen ACTA vorzugehen. Meiner Meinung nach sollten diese Möglichkeiten noch ausgeschöpft werden, um der EU Gelegenheit zu geben, einzulenken. Ich für meinen Teil werde jedenfalls dafür streiten und hoffen, dass die Vernunft über die Einflussnahme durch Lobbyisten und anderer nicht an Demokratie interessierter Stakeholder siegt.

Aber seien Sie sich einer Tatsache gewiss:

Wenn Sie mit dem Finger auf Demonstranten und Widerständler zeigen und diese als „demokratisch nicht legitimiert“ bezeichnen, dann sind drei Finger auf Sie selbst gerichtet. Denn in der Tat ist ACTA ein Schandmal in der Geschichte der Demokratie in Europa und Sie sind es, der – zumindest vom Souverän der EU Länder – nicht im Ansatz eine demokratische Legitimation vorweisen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Absender

Veruntreuung und Missbrauch hunderter Milliarden Steuergelder

Es ist widerwärtig und schäbig, wenn eine Regierung die eigenen Bürger zur Sparsamkeit anhält, staatliche Leistungen reduziert und streicht, Kindergärten und Schulen verkommen lässt, die Länder, Städte und Kommunen immer weiter in Schulden abdriften lässt – alles damit begründet, dass die Staatsverschuldung in den Griff bekommen werden muss, aber gleichzeitig hunderte Milliarden eben dieser Steuergelder direkt oder oder über Bürgschaften zur versteckten Subvention von Banken und Investmentgesellschaften verwendet. Zynisch wird es dann, wenn dieser Missbrauch und diese nie dagewesene Verletzung der treuhänderischen Pflichten als “Rettungsfonds” oder “Rettungspaket” bezeichnet wird.